Turnfahrt 2020 Mogelsberg
Am dritten Septemberwochenende war es wieder soweit: die Männerriege Matzingen ging auf Reisen.
Unser Vorstandsmitglied Jürg Koch hatte sich anerboten, eine coronataugliche Männerriegenreise zu organisieren. Um auf das Tragen von Masken verzichten zu können, wurden dabei zwei Busse gemietet und auf die übliche Zugfahrt, aber auch auf das auswärtige Übernachten verzichtet. Und so machte sich eine 16-köpfige Gruppe auf den Weg zum Baumwipfelpfad Neckertal in Mogelsberg. Um die Männer etwas in Schwung zu bringen, wurden die letzten Meter vom Bahnhof bis zum Eingang zu Fuss zurückgelegt. Dort genossen wir nach einem obligaten Kaffee- und Gipfelihalt eine Führung, an der uns die Entstehung des Pfads nähergebracht wurde. Zum Abschluss gab es noch die Frage zu beantworten, wieviele Pflanzen rund um den Baumwipfelpfad wachsen. Hier konnte der Schreibende mit seiner landwirtschaftlichen Ausbildung punkten und war deshalb mit seiner Schätzung von 19 Pflanzen am nächsten bei der effektiven Zahl von 23. Als Dank für den Gewinn einer hölzernen Medaille wurde er dafür auserkoren, diesen Reisebericht zu schreiben. Leider war die Aussicht früh am Morgen doch ziemlich getrübt und das wortwörtlich, verschleierte doch der Nebel das ganze Panorama. Erst gegen Mittag klärte sich die Sicht und man konnte das volle Panorama geniessen.
Zum Mittagessen genossen wir Salat, Pouletbrust im Rohschinkenmantel und Rösti-Frites und als Abschluss ein Dessert. Da das Ausflugsziel ziemlich in der Nähe lag, konnten wir das Menu in vollen Zügen geniessen und dementsprechend wurden auch die Gespräche untereinander ausgiebig gepflegt. Nach dem Mittagessen fuhren wir weiter nach Lichtensteig. Dort wartete eine Führung in Fredy’s Mechanischem Musikinstrumentenmuseum. Die Tochter von Fredy lernte uns alles Wissenswerte aus einer längst vergangenen Zeitepoche. Die Klänge aus diesen mechanisch von Federn und elektrischen Motoren angetriebenen Instrumenten liessen die hartgesottenen Männerriegler erstaunen. Leider hatte unsere Referentin offensichtlich eine Behinderung am Fuss, ansonsten wäre sie sicher von einem aus unserer Truppe zu den Klängen eines Orchestrions zum Tanz aufgefordert worden. Ein solches Orchestrion ersetzte ein ganzes Orchester mit Piano, Violine, Flöte, Klarinette, Trompete, Jazztrompete, Cello, Saxophon, Lotusflöte, Xylophon und Schlagzeug. Der Charme unserer Expertin verleitete einige unserer Männer zum Einkauf einer mechanischen Spieldose für die fürsorgevolle Gattin zu Hause.
Da aber eine richtige Männerriegenreise natürlich nicht nur aus Essen und Sentimentalitäten besteht, machten wir uns auf zu einer mehrstündigen Wanderung nach Bütschwil. Da der Wanderweg direkt an der Firma Kägi vorbeiführte, konnten wir uns einen kleinen Abstecher in den Fabrikladen natürlich nicht verkneifen und so deckten sich noch einige mit Wegproviant ein. Die Route leitete uns auf den Thurweg, der von Wildhaus nach Ruedlingen führt. Jürg hat in seiner Vorbereitung die Beschreibung des Weges so detailliert aufgeführt, das ich darauf verzichten werde. Nach einer kurzen Pause auf der Ruine Rüdberg trafen wir nach zweieinhalb Stunden intensiver Wanderung in Bütschwil ein. Dort wartete bereits Jürg mit den beiden Bussen auf uns. Auf dem Nachhauseweg wartete noch eine Überraschung auf uns. Der neue Besitzer von Peters altem Zigeunerwagen lud uns spontan auf ein Bier auf seinen Waldplatz ein, wo Peter seinen neu restaurierten Wagen zum ersten Mal wieder bestaunen konnte. Hier trennten sich die Wege unserer Gruppe: einige entschlossen sich spontan trotz drohendem Regens noch ein Feuer zu machen und dort noch eine kleine Grillparty zu veranstalten, die anderen machten sich auf den Weg nach Hause.
Noch einmal vielen Dank an Jürg, der es uns trotz dieses speziellen Jahres ermöglichte, an der traditionellen Männerriegenreise festzuhalten. Mit einem kräftigen Applaus für Jürg
Der Schreibende Keller Stefan