Turnfahrt 2019 Frutigen
Am frühen Samstag Morgen dem 8. Sept. 2019 trafen sich mehr als 20 Mann zur Turnfahrt. Per ÖV gelangten wir nach lediglich zweimal Umsteigen nach Reichenbach im Kandertal.
Kurz nach Ankunft begrüssst uns Ruedi Rubin, ein umtriebiger und innovativer Einheimischer und heute Touristenführer für die Männerriege.
Weiterging es zu Fuss zur Besichtigung des nahe gelegenen Käselagers am Eingang zum Kiental. Es stösst der letzte Teilnehmer dazu nachdem er offenbar falsch ein-/um- oder ausgestiegen war.
Das Käselager Kien ist entstanden aus ehemaligen Munitionsstollen der Armee. Weitere Stollen in der unmittelbaren Nachbarschaft dienen als Sprengstofflager für Feuerwerker oder als sichere Datenbank. Initiant und erster Besitzer des Käselager Kien ist Ruedi Rubin. Heute gehört die Anlage zur Gourmino AG. Es ist beeindruckend was sich hinter den Eingangstüren am Berghang verbirgt.
Für die Affinage im Berg wurde ein Käsereifungslager benötigt. Dazu wurden vier ausgediente je 60 bis 120m lange Stollen ausgebaut und einem Quergang verbunden. Die Wege müssen gängig sein für Transporte und Umlagerungsroboter.
Das Klima im Berg ist an sich gut für die Käselagerung. Um ideale Bedingungen zu erhaltenwurde eine Klimaalage eingebaut welche Luftfeuchtigkeit und Temperatur entsprechend regeln kann. Gelagert und verfeinert werden Greyerzer, Emmentaler und diverse Halbhartkäse. Zusammen liegen mehrere hundert Tonnen auf Lager.
Bei schönem Wetter konnten wir zum Mittagessen ein Raclette im Freien geniessen. Anschliessend wanderten wir nach Frutigen. Einige besuchten den bekannten Blausee. Dann war es Zeit die Hotelzimmer zu beziehen.
Für den Abend war das Burgfest angesagt. Ein Verein hat sich zum Ziel gesetzt die Ruine der Tellenburg zu erhalten. Die Lage etwas ausserhalb von Frutigen beherrscht das Tal und war lange Zeit Sitz des bernischen Amtes. Weil leider Regen einsetzte liessen wir uns zur Tellenburg fahren und genissen das Fest im Zelt. Zwischen der Live-Musik gab es Ansprachen. Die Anwesenheit einer Regierungsrätin sowie der Leiterin des Amtes zeigt die Gewichtung des Anlasses. Zu unserer Überraschung wurde auch die Männerriege Matzingen begrüsst. Gut dass wir vorbereitet waren und ein Geschenk überbringen konnten. Im Laufe des Abends wurde die Musik schneller und lauter, das Publikum jünger. Die Männerriege verlagerte sich an die Bar und ging später Grüppchenweise zurück ins Hotel.
Am zweiten Tag musste das Programm umgestellt werden. In der Nacht hatte es bis zur Baumgrenze hinunter geschneit. Ein Besuch der Öschinenalp und dem See war nicht sinnvoll. Es wurde eine Alternative organisert. Das Tropenhaus in Frutigen war nun Ziel. Von kompetentem Personal liessen wir führen. Der Ursprung des Tropenhauses liegt in der Nutzung der grossen Menge von warmem Wasser aus dem Lötschberg-Basistunnel.
Die Aufzucht von Stören und die Gewinnung von Kaviar wurde aufgebaut. Komplizerte und aufwendige Prozesse wurden erklärt und wir verstehen nun warum Kaviar so teuer ist. Das Tropenhaus gehört heute zur COOP Gruppe und produziert neben Stör auch andere Fische.
Beim Mittagessen haben die Organisatoren etwas zurückhaldend traditionelle Bratwürste gewählt. Kein Stör und auch kein Kaviar. Mit der Bahn fuhren wir zurück nach Matzingen und schlossen die Reise ab.
Herzlichen Dank im Namen des Präsidenten und der Teilnehmer an die Organisatoren Pius und Hanspeter.